Hohenlangenbeck
Pfarrbereich: Kuhfelde
Pfarrer Matthias Friske
An der Katharinenkirche 1
29410 Salzwedel
Tel.: 03901 / 30 24 55
Fax: 03901 / 30 24 56
verlässlich zu erreichen: Donnerstag 9:00 Uhr bis 11 Uhr, sonst nach telefonischer Vereinbarung!
Hier können Sie direkt eine E-Mail schicken:
mailto:matthias.friske@gmx.de
Geschichtliches
Die Christianisierung der Altmark wurde insbesondere nach dem Krieg Karls des Großen gegen die Sachsen, der von 772 bis 804 stattfand, betrieben. Bereits 780 bewirkte der Kaiser die Einführung von Missionssprengeln, aus denen später die Bistümer hervorgingen. Der nördliche Teil der Altmark, zu der auch unsere Gegend gehörte, kam zum Bistum Verden/Aller, der südliche Teil zum Bistum Halberstadt.
Mehrere Quellen beschäftigen sich eingehend mit unserer Dorfkirche, aus denen wie folgt zitiert wird:
"Der Ort wurde 1112 erstmals als Langenbeke und 1375 als Wendisch-Langenbeke erwähnt. Zu dieser Zeit wurde er nur noch von wenigen Wenden bewohnt und war sonst ganz wüst und gehörte dem Kloster Dambeck. Die Bauart des Dorfes ist rund, und in der Feldmark finden sich wendische Flurnamen. Paronatsrecht und Gerichtsbarkeit gehörten denen von der Schulenburg."
(aus: Riedels Codex diplomaticus Brandenburgensis von 1859)
"Eine mit umfangreichen Wandmalereien und rustikalem Gestühl, Kanzel, Taufe und anderen Ausstattungsstücken erhaltene kleine spätgotische Kirche befindet sich in Hohenlangenbeck, Kreis Salzwedel. Hier sind sogar das hölzerne Kastenschloss und der handfeste Kirchenschlüssel noch mittelalterlich. In dieser Kirche blieb die Zeit stehen. Am Gestühl von 1697 sind die Namen der hier sitzenden Bauerngeschlechter eingeschnitzt, damit es hinsichtlich der patriarchalischen und hierarisch streng festgelegten Sitzordnung ein für allemal nicht zu Mißverständnissen kommen konnte."
(aus: die Nordwestliche Altmark - eine Kulturlandschaft, Sonderband der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg zur Heimatkunde, 1. Auflage 1991)
"Evangelische Kirche inmitten des Rundplatzdorfes. Kleiner Feldsteinsaal mit halbkreisförmigem Ostschluss, 15. Jahrhundert. Über dem Westteil neuzeitlicher Fachwerkturm. Von den ursprünglichen schlitzartigen schmalen Fenstern sind das nördliche und nordöstliche erhalten. An der Südseite spitzbogiges Backsteinportal mit Holzkastenschloss. Innen ornamental bemalte Balkendecke. Stark restaurierte spätgotische Wandmalerei; Nordseite: Szenen aus Genesis, Marienleben und Passion Christi in quadratischen Feldern, zum Teil in drei Reihen.
Ostschluß: Drachenkampf des heiligen Georg, Jüngestes Gericht.
Südseite nur spärliche Reste.
Hölzerne Einrichtung: Im Westen und Norden priechenartig geschlossene Emporen, datiert 1697, gleichzeitig das Gestühl mit Namensinschriften der Besitzer. Taufe 1598. Kanzel über dem Altar mit wiederverwendeten spätgotischen Maßwerkschnitzereien."
(aus Georg Dehio von 2002, Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler,
Sachsen Anhalt, Regierungsbezirk Magdeburg)
Förderverein
Förderverein Dorfkirche Hohenlangenbeck e.V.
Frau Petra Schäfer
Dorfstraße 16
29410 Hohenlangenbeck
Tel.: 039035 / 60464
Sparkasse Altmark-West
BLZ 810 555 55
Konto-Nr. 30 00 022 324
Das haben wir erreicht!
In einem Festgottesdienst am 17.Oktober 2010 wurde wurde auf den erfolgreichen Abschluß des ersten Bauabschnittes der Sanierung zurückgeblickt. Um nur einiges zu nennen: der Turm wurde gesichert und die Glocke überholt. Nun ist sie wieder regelmäßig im Ort zu hören; ein neuer Fußboden wurde gelegt; das beeindruckende Taufbecken aus Holz restauriert. Nur selten findet man in Dorfkirchen noch so vollständig und
relativ gut erhaltene Wandmalereien wie hier. Im Jahr 2011 konnten diese
wertvollen Malereien restauriert werden.
Das haben wir vor:
perspektivplanunghohenlangenbeck.pdf [1.595 KB]
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