Im Mai 2005 wurde auf dem Neustädter Friedhof ein Gedenkplatz für fehl -und totgeborene Kinder errichtet. Eingeweiht wurde er am 20. Mai 05 mit einer 1. Trauerfeier und anschließenden Beisetzung der kleinen fehlgeborenen Kinder (siehe Artikel unten).

Gedenkfeiern und Beisetzungen für fehlgeborene Kinder finden 2x jährlich statt, jeweils am Freitag Nachmittag vor dem Muttertag und Ewigkeitssonntag (Totensonntag)

Auch Eltern und Angehörige, bei denen das Ereignis schon länger zurück liegt, sollen hier die Möglichkeit bekommen, ihrer Trauer einen Raum zu geben.
Deshalb sind auch diese Familien zu der Gedenkstunde eingeladen.

Die Erfahrung betroffener Eltern aus der Selbsthilfegruppe zeigt, dass die Trauer leichter zu bewältigen ist, wenn ihr verlorenes Kind einen Namen trägt. Deshalb haben sie sich Gedanken gemacht, wie sie dies konkret aufgreifen können. So gibt es für Eltern die Möglichkeit für ihr eigenes Kind einen kleinen Stein mit persönlichen Daten des Kindes auf die Wiese legen zu lassen. Dabei ist es nicht wichtig, wie lange der Tod des Kindes her ist und ob es anderswo oder gar nicht beerdigt wurde.

Natürlich gibt es auch jederzeit die Möglichkeit, diesen schön gestalteten Platz unter der alten Eiche auf dem Neustädter Friedhof einfach nur still für sich zu besuchen.

Nähere Informationen über Mitglieder der SHG „Verwaiste Eltern„
Inge Schnöckel Tel. 03901 / 47 30 55

Nur ein Hauch von Leben – 1. Gedenkfeier für zu früh geborene Kinder…..
die Selbsthilfegruppe berichtet

Am 20.05.05 fand in der Kapelle des Altstädter Friedhofes zum 1.Mal eine Trauerfeier für fehl-und totgeborene Kinder statt .Die Trauerhalle und der kleine Kindersarg waren mit vielen Blumen liebevoll geschmückt . An dieser Stelle bedanken wir uns besonders bei Herrn Kahl vom Bestattungshaus Mähren und dem Blumenhaus Christine Floristik aus Salzwedel , die die würdige und liebevolle Ausgestaltung der Trauerhalle und der Feier nahezu kostenfrei übernahmen und für weitere Feiern ihre Unterstützung zugesagt haben.

Der Schmetterling als Symbol der Verwandlung und der Hoffnung, dass diese Kleinen ihren Platz bei Gott haben, war der Begleiter in der Trauerfeier und der anschließenden Bestattung der Kinder. Ungefähr 20 Menschen trugen die Trauer der Eltern mit und begleiteten sie bis zum neu errichteten Gedenkplatz auf dem Neustädter Friedhof, wo die Kinder bestattet wurden. Dort konnten Schmetterlinge symbolisch mit oder ohne Namen in die Erde neben den Stein gesteckt werden.

Das Areal - zu finden vom Haupteingang Neustädter Friedhof/ Lüneburger Str. immer geradeaus , bis links 2 große Eichen zu sehen sind- ist eine Oase der Stille und des Besinnens geworden.
Besonderen Anteil an der Gestaltung hat Volker Lahmann.
Eine schöne standfeste Bank vor dem neu gestalteten Rondell mit dem Stein: „Du bist mein Kind „ lädt zum Sitzen ein und gibt den Blick frei auf 3 Findlinge unter den schönen alten Bäumen neben neu gepflanzten Sträuchern und Büschen.
Neben dem Rondell liegen bereits 3 Steine mit Namen, die Eltern zum Gedenken an ihre verlorenen Kinder haben anfertigen lassen. Einen Namensstein hinlegen zu lassen, ist nicht nur möglich, wenn das Kind auf dieser Wiese bestattet wurde, sondern auch im Andenken an ein zu früh geborenes Kind, das schon länger verstorben und nirgendwo bestattet werden konnte. Hier bedanken wir uns besonders bei Herrn Muth von der Steinmetzfirma Meyn für seinen Einsatz und sein Verständnis .
Für die Eltern sind die Bestattungen und die Pflege der Grabstelle kostenfrei. Lediglich ein Namensstein, sofern gewünscht, verursacht geringe Kosten.

Die Gestaltung des Platzes und die Ausrichtung der vergangenen und aller weiteren Trauerfeiern wird von den Friedhöfen St. Katharinen und St. Marien mitgetragen. Herzlichen Dank an die Mitarbeiter beider Friedhöfe für alle vergangene und zukünftige Hilfe und Unterstützung an dieser Stelle.

Die Gedenkfeiern sind offen für alle Eltern, egal ob sie einer Konfession angehören oder nicht . Die Ausrichtung der Abschieds -und Gedenkstunden trägt neben der Selbsthilfegruppe für Verwaiste Eltern ein Team aus verschiedenen Gemeinden mit: Diakon Joachim Thurn, Pastorin Cordelia Hoenen , Pastor Hans-Christian Beutel und Prediger Danny Abel.

Es wurde sicherlich deutlich, dass dieses Projekt nur zustande kommen konnte, weil es sehr viele Menschen gab und gibt, die Kraft, Zeit und Geld investiert haben.
Wir möchten als Selbsthilfegruppe gern, daß der Platz für viele Jahre gut erhalten bleibt. Die Stätte soll, zusammen mit den 2x jährlichen Gedenkfeiern betroffenen Eltern helfen, mit ihrer Trauer umzugehen und ihnen zeigen, dass sie nicht allein sind.

Wer unser Anliegen mit einer Spende unterstützen möchte:
Empfänger:SHG für Verwaiste Eltern
Kt-Nr. 485 102 8900 BLZ: 258 622 92
Volksbank Uelzen Stichwort: Gedenkplatz für verstorbene Kinder
Für Spendendank bitte Adresse hinzufügen

Kontakt. Holle Huygen-Thurn: 03901/301102
Uta Barthel : 039031/653
Inge Schnöckel : 03901/35218