Nur einen Hauch von Leben...

verspüren oft Mütter und Väter von Kindern, die während der Schwangerschaft, der Geburt oder kurz danach verstorben sind und Eltern, die sich für den Abbruch einer Schwangerschaft entschließen mussten.
Aber gerade dieser Hauch von Leben hat oft eine große, nachhaltige Auswirkung auf das Leben der Betroffenen.
In deren Umfeld findet dieses Thema kaum Beachtung. Die Trauer der Eltern ist jedoch nicht kleiner, wenn die Kinder noch nicht lange gelebt haben oder bereits vor oder während der Geburt gestorben sind. Zur Trauer, Verzweiflung, Schuldgefühlen, den Fragen an Gott oder an das Schicksal, den Krisen in der Partnerschaft, der völlig veränderten Lebensplanung kommt oft noch hinzu, sich dafür rechtfertigen zu müssen, überhaupt zu trauern.
Diesen Betroffenen wollen wir in einer Gruppe helfen durch die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches und des Angebotes zu Gesprächen. Dabei lehnen wir uns an die Initiative "Regenbogen" an, die sich bereits seit vielen Jahren mit diesem Thema beschäftigt und damit schon vielen Eltern eine große Hilfe war.
In den Informationsschriften der Regenbogen-Gruppe heißt es z.B.:

Wir haben uns - manchmal auch erst nach vielen Jahren - zusammengefunden, um neue Wege zu suchen, unserem Leben wieder einen Sinn zu geben, glücklich zu werden, ohne dabei das verlorene Kind zu vergessen.
Nach unseren Erfahrungen ist es wichtig, dass Eltern, die ein Kind - gleich in welcher Schwangerschafts- oder Lebenswoche - verloren haben, diesen Verlust erst verarbeiten müssen, um wieder in einen geregelten Lebensrhythmus hineinzufinden.

Wir bieten den Müttern und Vätern sowie deren Angehörigen an, mit uns eine Kerze für das verstorbene Kind / die verstorbenen Kinder anzuzünden und über den Verlust zu sprechen oder auch nur der Trauer still einen Raum zu geben.
Wer die Gruppe nicht besuchen kann oder möchte, kann sich gern telefonisch oder persönlich bei einem unserer Gruppenmitglieder melden.
Adressen und Tel.-Nr. finden Sie hier: Kontakt