Katharinen-Abende
So kennen wir sie. Das Rad fast spielerisch im Arm, den klaren Blick in die Ferne gerichtet. Ein wenig distanziert vielleicht. Sie ist eine Märtyrerin. Mit anderen Worten: sie erzählt von dem, unter dessen Schutz sie steht im Leben und im Tod. Leben, Leiden und Tod vergehen. Was bleibt ist die überzeugende Botschaft.
Und die Gemeinde, die sich unter dieser Namensgeberin sammelt? Na ja, erstens sammeln sich sehr wenige. Zweitens wüssten auch die wenigsten wohl kaum, wodurch Katharina aus Alexandrien den Tod verdient hatte. Die damals junge Kirche war „weltfremd“, unangepasst, auf Kirchensteuern nicht angewiesen. Sie versuchte aber, ihre Schriften, die Briefe, die Evangelien, die Bekenntnisse ihrer wachsenden Gemeinschaft zu verstehen und immer neu zu interpretieren. Katharina kannte andere Insignien der Macht vor Rad und Schwert. Sie konnte lesen und reden. Kennen wir unsere Texte? Die „Heilige Schrift“? Unsere Bekenntnisse, die gemeinschaftsstiftenden Symbole? Im Islam und Judentum brauchte man so nicht zu fragen. Und wir?
Vor allem wir, die wir von dem großen Schriftinterpreten Martin Luther herkommen?
Die Katharinen- Gemeinde sollte wieder eine Gruppe von Menschen haben, die es für nötig halten, zu einer Lerngemeinschaft zusammenzukommen.
Lehr- und Lernhütten entstehen überall. Menschen kommen zusammen, um aufeinander zu hören, miteinander zu reden und sich an den biblischen Texten und kirchengeschichtlich wichtigen Auslegungen zu orientieren.
Zwei Katharinen- Abende haben bereits stattgefunden und die dritte Veranstaltung findet am
20. März 2012 um 19.30 Uhr mit dem wichtigen
Thema:„Lobe den Herren, den mächtigen König - Kirchenlieder des Gesangbuches und ihre Geschichte “ statt .
Weitere Termine werden bekannt gegeben. Themenvorschläge gibt es bereits, neue sind jederzeit herzlich willkommen.
Seien Sie neugierig!
Sie sind herzlich eingeladen!
Es grüßen
Pfarrer Dr. Matthias Friske
theologische Kompetenz
und
WaltraudGrabowski
Moderation

